🇩🇪 KORREKTUR VON ÜBERREGTEN SCHUTZHUNDEN: Diagnostik, Belastungssteuerung und Wiederherstellung operativer Führbarkeit
Korrektur von übererregten / überdrehten Schutzhunden
Wenn ein Schutzhund im Training oder im Einsatz die Führung verliert, liegt das Problem häufig nicht allein am Hund. Übererregung entsteht meist innerhalb eines gesamten Ausbildungssystems aus Erwartung, Helferreizen, Leinenkonflikten, unklarer Freigabe, fehlender Regulation und ungünstig aufgebauten Abläufen.
Dieses Fachbuch zeigt, wie solche Entwicklungen erkannt, analysiert und systematisch korrigiert werden können. Im Mittelpunkt steht nicht die künstliche Beruhigung eines leistungsbereiten Hundes, sondern die Wiederherstellung von Führbarkeit unter steigender Aktivierung.
Karl-Heinz Klöpper verbindet mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung in der Diensthundführung und Ausbildung mit einem klar strukturierten, praxisnahen Korrekturansatz. Dabei wird der Hund nicht isoliert betrachtet. Hundeführer, Schutzdiensthelfer, Lehrtrainer, Trainingsumgebung und organisatorische Rahmenbedingungen werden als zusammenwirkendes System bewertet.
Behandelt werden unter anderem die Entstehung von Erwartungserregung, der tatsächliche Beginn des Kontrollverlustes, die diagnostische Beobachtung vollständiger Trainingsabläufe, die Rolle des Hundeführers, die Wirkung von Helferbewegung und Leinenzug, der kontrollierte Handlungsbeginn, Griffqualität, Ablassen, Folgehandlungen und die Erholung nach der Belastung.
Das Buch zeigt, wie Trainingsreize dosiert, Belastungsgrenzen erkannt und neue Verhaltenswege aufgebaut werden. Die Kontrolle soll nicht gegen die Motivation des Hundes arbeiten. Sie soll seine Energie strukturieren und im entscheidenden Moment zuverlässig verfügbar machen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Übertragung in die dienstliche Praxis. Unterschiedliche Helfer, neue Orte, Gebäude, Treppen, Enge, Dunkelheit, akustische Belastungen, Bewegungsreize und unbeteiligte Personen werden als eigenständige Ausbildungsfaktoren behandelt. Denn ein Hund ist erst dann belastbar korrigiert, wenn die Führbarkeit auch außerhalb des bekannten Trainingsbildes trägt.
Praxisnahe Bewertungsbögen, Erregungsskalen, Trainingsprotokolle, Freigabekriterien und Checklisten unterstützen Hundeführer und Ausbilder bei der strukturierten Umsetzung und Qualitätssicherung.
Dieses Buch richtet sich an Diensthundeführer, Schutzdiensthelfer, Lehrtrainer, Ausbilder, Behörden, Sicherheitsunternehmen und verantwortungsbewusste Gebrauchshundesportler, die Übererregung nicht mit Triebqualität verwechseln und einen leistungsfähigen Hund sicher, klar und nachvollziehbar führen wollen.
Ein übererregter Schutzhund braucht nicht mehr Druck. Er braucht ein besseres System.
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523 Seiten - geschützte PDF






