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August 1

Video-Rezension von Frau Petschull

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Frau P. hat kürzlich ein Video über ihre Arbeit in ihren YouTube Kanal eingestellt. Man hat mich gebeten dieses Video zu begutachten.

Der erste Eindruck

Hier der Link zu Video: https://youtu.be/xCbWjHBRtjU

Das Video zeigt in beeindruckend erschreckender Weise die fachliche und sachliche Unkenntnis und Ungeeignetheit im Umgang mit Diensthunden und diese belegt sie darin selbst mit eigenen Worten und Aussagen, wie z.B.:

“Sprengstoffe sind für den Hund langweilig”; “der Hund spielt nur, weil er im Anschluss Futter für das Spielen bekommt”; “Man braucht einen Trieb, zum Beispiel einen Fresstrieb für das Spüren nach Sprengstoffen”; “Unsere Hunde sind Nachfahren von Sporthunden, gezüchtet zum Zubeißen und Festhalten” und “Polizeihunde müssen beißen lernen, unsere müssen stoßen lernen”.

Kynologisch absolut fehlerhaft und skurril untermauert sie diese Aussagen noch mit praktischen Vorführungen an Kindern. Zudem noch mit einer praktischen Stoßkorbarbeit…. Die Sinnhaftigkeit und der Lerneffekt für eine Schulklasse sind mir schleierhaft und wirkt auf mich sehr befremdlich.

Meine weitere Recherche hat mich zu ihrer Internetseite geführt. Auf dieser findet man interessanter Weise auch einen Blogbeitrag über mich. Dazu später mehr.

Auf ihrer Seite (man möge diese Seite bitte googlen, ich möchte nicht noch kostenloses SEO dafür liefern) gibt sie an, dass sie über diverse Ausbildungsqualifikationen im Umgang mit Sprengstoffen verfügt. Wie gesagt, sie gibt an…

Wie meine Nachfrage beim Verein Nederlandse Bond voor de Diensthond ergeben hat, verfügt Frau P. nicht über ein Zertifikat dieses Vereins, obwohl sie damit auf ihrer Internetseite wirbt.

Der niederländische Verein hat uns dazu diesen Link geschickt:

https://www.dediensthond.nl/keuringen/uitslagen/speurhond/uitslagen-speurhond-archief/#.XxxhlmZ7mAg

Der Link führt zu der Liste aller Teilnehmer der Sprengstoff-Prüfungen mit den Ergebnissen. Darin sind alle geprüften Sprengstoffspürhundführer der letzten 10 Jahre aufgeführt. Frau P. aber nicht, was noch telefonisch damit bestätigt wurde, dass sie nie die Qualifikation zur Prüfung geschafft habe und dann mit großem Ärger, wahrscheinlich aber auch mit großem Applaus, aus dem Verein ausgetreten ist!

Ebenfalls gibt Frau P. an, dass sie über diverse Lizenzen der Berufsgenossenschaft und privater Hundesportvereine, zum Beispiel des SV, verfügt. Persönlich ist bekannt, dass sie aus allen Vereinen bereits vor vielen Jahren ausgetreten ist, bzw. ausgetreten wurde.

Gesetzlich ist in Deutschland bzgl. der Ausbildungskriterien und Zertifizierungen für Diensthunde im privaten Wach- und Sicherheitsgewerbe nichts geregelt. Auf diversen Social-Media-Plattformen zeigt sie ausgestellte Zertifikate einer privaten Spürhundschule, welche von einem ehemaligen Polizisten geführt wird. Auf ihrer Internetseite gibt sie jedoch an, dass sie von der Polizei geprüft wird… Das sind wohl zwei verschiedene Paar Schuhe oder wie sie zu sagen pflegt; Des Kaisers neue Kleider. Dieses von der privaten Spürhundschule ausgestellte Zertifikat hat keinerlei rechtliche Bindung und Wirkung und dokumentiert nur, dass der Hund eine kleine Anzahl von Sprengstoffen aufspüren konnte.

Lediglich das Luftfahrtbundesamt hat gesetzlich geregelte Kriterien für die Überprüfung von Sprengstoffspürhunden im Bereich der Luftfracht und damit auch einen erheblichen Qualitätsstandard, den Frau P. aber nicht nachweisen kann. Sie ist nicht vom Luftfahrtbundesamt geprüft und hätte zumindest dort einmal ihre selbst empfundene und so hoch gepriesene Qualität zeigen können.

Auf ihrer Seite beschreibt sie ihren beruflichen Werdegang. Sie arbeitet nach ihren Angaben aber bereits seit knapp 30 Jahren mit Hunden. Ins Bewachungsgewerbe sei sie erst im Jahr 2007 gewechselt. Die Zeit vor 2007 arbeitete sie weiter als gelernte Buchhändlerin bei einem Verlag.

Dazu ist anzumerken. Ihr damaliger Mann hatte eine Tierpension, nicht sie.  Im Juli 2008 hatte sie eine ihrer ersten Trainingsstunden mit einem Schäferhund beim SV-Verein Sulbach-Talacker. Insgesamt reden wir hier also über 11 Jahre praktische Erfahrung in diesem Gewerbe und nicht über 30 Jahre.

Offensichtlich ist sie geschickt im Umgang darin, ihre eigene fehlende fachliche Ausbildung im Diensthundbereich mit fremden Federn auszuschmücken. Oder hält sie es selbst wie im von ihr zitierten Märchen des Andersen: „Des Kaisers neue Kleider“.

Dieses in ihrem Blogbeitrag benannte Buch von mir und von unschätzbarem Wert „Des Kaisers neue Kleider“ ist von Hans-Christian Andersen geschrieben“, so ihr Kommentar.

„Aber er hat ja gar nichts an…!“ wie sie es auf mich bezieht.

Ab sofort heißt dieses Buch jetzt wohl: „Aber sie hat ja gar nichts an…, die P.!“

Somit beschränkt sich ihre Kritik an meinem Buch offensichtlich an drei Rechtschreibfehlern. Die in den Auszügen vermittelten Lernbotschaften hat sie gar nicht erkannt und begriffen. Wie auch, sie kann ja schon alles… Nur halt mit eigenen Wortenhülsen und Weisheiten.

Zu den anderen Kapiteln meines Buches mit dienstlichem Bezug, hat sie keine Auskunft und Beurteilung abgeben, kann sie ja auch nicht, weil sie ja eine dienstliche Praxis und den Umgang mit Diensthunden nie erlernt und nie kennengelernt hat.

Lediglich im Bereich Sprengstoff, wo sie ja in ihrer eigenen bunten Vorstellungswelt die alleinige Expertin im Rhein-Main-Gebiet sein möchte, stimmt sie mir bei meinen Ausführungen zu. Immerhin, vielen Dank. Ich fühle mich geehrt Frau P..

Vielleicht hätte Frau P. die Rückseite meines Buches lesen sollen. Wie viele andere Interessierte das auch vor ihrem Kauf getan haben und dann hätte sie festgestellt, dass die von ihr zitierten Sätze aus dem Munde stammen von anerkannten Verhaltensforschern und auch von diesen schriftlich niedergelegt wurden.

Zudem war das Buch für interessierte Leser aus dem privaten Sicherheitsgewerbe eine riesige Starthilfe und als Basisbuch angekündigt. Eine Basis, die Frau P. nicht hat, nicht einmal im Ansatz. Damit haben schon viele tausend Leser gegenüber Frau P. einen für sie unaufholbaren Vorsprung.

Garniert hat sie den Blog-Beitrag für ein besseres Ranking ihrer Internetseite mit einem Bild von meinem Buch. Nach meiner freundlichen Aufforderung unter Ankündigung meines Abmahnanwalts, hat sie es dann wieder entfernt.

Es wäre fast ein teurer Blogbeitrag geworden… Für dieses Geld hätte sie sich eine fundierte Grundausbildung im Diensthundbereich leisten können. Da sie es jetzt spart, wäre das doch mal eine Idee?

Letztendlich ist wie alles bei Frau P., heiße Luft.

Eine Seiteneinsteigerin und Anfängerin, die über den Hundesport beruflich in den privaten Wach- und Sicherheitsbereich rutschen wollte. Beruflich reicht die fachliche Qualifikation eben nicht für eine professionelle Arbeit. Auch nicht, wenn man am lautesten schreit und zetert.

Ich empfehle allen Interessierten daher Frau P. Fremdsprachen-Fachbuch bei Amazon, um italienisch zu lernen. Für ca. 14 €.  Vielleicht hätte sie in einem Verlag bleiben sollen, um Menschen italienisch beizubringen und sie sollte besser damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Dem privaten Wach- und Sicherheitsgewerbe würde sie mit einem Berufswechsel einen großen Gefallen tun.

 


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